Viermaleins
Mit Komponistenheroen wie Mozart, Beethoven, Schubert
und Brahms haben sie die Konkurrenz auf mehr als 30
MDG-CDs in die Schranken gewiesen, und nun
veröffentlichen sie zum ersten Mal unbekannte
Kompositionen: Die Musiker des Leipziger Streichquartetts
läuten das neue Jahrtausend mit den vergessenen
Quartetten des Beethovenzeitgenossen Andreas Romberg
ein. Das erste Volume mit Ersteinspielungen eines Opus 1 -
in erster Qualität.
Vorzüglichst
Im Juni 1799 erschien eine enthusiastische Kritik dieser
Quartette in der renommierten Leipziger Allgemeinen
Musikalischen Zeitung. Der Rezensent, offenbar gelangweilt
von dem immer gleichen immensen Qualitätsunterschied
der zeitgenössischen Werke zu den Quartetten Mozarts
oder Haydns: Es macht dem Recensenten eine wahre
Freude, dass er die Quartette von A. Romberg anempfehlen
kann, die, in jeder Hinsicht, selbst unter den vorzüglichsten
von Haydn und Mozart mit Vergnügen gehört werden
können.
Erstling
Niemand vermutete hinter den erfolgreichen Kompositionen
jemanden, der erst mit 27 Jahren sein Opus 1 vorlegte: Als
Wunderkind auf zahlreichen Konzertreisen herumgereicht,
hatte Romberg sich als Geiger in der Musikwelt schon früh
einen Namen gemacht. Als hochgeachteter Künstler ließ er
sich zunächst in Bonn, dann – nach einem zweijährigen
Paris-Aufenthalt – in Hamburg nieder. 1815 wandte er sich
nach Gotha, wo er zum Hofkapellmeister beim kunstsinnigen
Herzog August ernannt wurde.
Tonträger
Die jungen Künstler des Leipziger Streichquartetts werden
heute bereits als Eminenz der deutschen Kammermusikszene
gehandelt. Internationale Konzertauftritte und
maßstabsetzende Einspielungen rufen weltweit begeisterte
Kritiker auf den Plan: „...besser kann man Gedankenreichtum
nicht transportieren.“ (Klassik heute)